Slamp fertigt vier kabellose Tischleuchten, die vor allem auf dem Esstisch landen: Accordeón, Tulip, Lafleur und Clizia. Sie teilen sich eine Materialfamilie und das wiederaufladbare Format, doch Höhe, Sockel und Silhouette unterscheiden sich so deutlich, dass sie die Stimmung eines Abendessens verändern. Dieser Vergleich stellt die Maße nebeneinander und erklärt, welche Form zu welchem Tisch passt.
Vier Leuchten aus einer römischen Werkstatt
Slamp wurde 1994 von Roberto Ziliani in Rom gegründet und hat sich mit Technopolymeren statt Glas einen Namen gemacht. Das Material Lentiflex® lässt sich von Hand schneiden, plissieren, rollen und formen, und zwar zu Gebilden, die aus mundgeblasenem Glas zerbrechlich oder gar nicht herstellbar wären. Dabei bleibt es leicht und robust genug, um jeden Abend an den Tisch getragen zu werden. Alle vier Leuchten haben einen Schirm aus Lentiflex®, bei Clizia kommt Cristalflex® hinzu.
Drei Designer sind beteiligt. Marc Sadler, der in Österreich geborene und in Mailand ansässige Industriedesigner mit mehreren Compasso d'Oro-Auszeichnungen, hat sowohl Accordeón als auch Tulip entworfen. Seine Laufbahn beruht auf Kunststoffen und Verbundwerkstoffen, was ihn zum natürlichen Partner eines Unternehmens macht, das fast ausschließlich mit Polymer arbeitet. Lafleur stammt von Marcantonio, Clizia von Adriano Rachele. Das Ergebnis ist eine kleine Familie mit klarer gemeinsamer Sprache: handgearbeitete, lichtdurchlässige Schirme auf kompakten Sockeln, ohne Kabel, um das man herumplanen müsste.

Die Maße im direkten Vergleich
Für den Esstisch zählen vor allem drei Werte: die Gesamthöhe, die bestimmt, ob das Licht unter oder auf Augenhöhe sitzt; die Stellfläche, die festlegt, wie viel Platz Tellern und Gläsern verloren geht; und die Schirmbreite, die bestimmt, wie viel vom Tisch die Leuchte optisch einnimmt.
| Accordeón Battery | Tulip Battery | Lafleur Battery | Clizia Battery | |
|---|---|---|---|---|
| Design | Marc Sadler | Marc Sadler | Marcantonio | Adriano Rachele |
| Höhe | 32,7 cm | 38 cm | 26 cm | 25 cm |
| Abmessungen | 13 x 13 cm | 15 x 8,5 cm | Ø 15 cm | 27 x 27 cm |
| Sockel | Ø 8,5 cm, 3 cm hoch | Goldenes Craquelé-Detail, Weiß oder Schwarz | Matter Magnetsockel, Weiß oder Schwarz | Magnetsystem |
| Nettogewicht | 0,47 kg | 0,5 kg | 0,2 kg | 0,63 kg |
| Materialien | Lentiflex®, eloxiertes Aluminium | Lentiflex®, eloxiertes Aluminium | Lentiflex®, Kupferdraht | Lentiflex®, Cristalflex® |
| Form | Plissierte Trommel auf Stiel | Einzelne Blüte auf geschwungenem Stiel | Offene Blüte auf Drahtstiel | Niedrige, wolkenartige Formation |
| Ideal für | Lange Tische, Leuchten in Reihe | Schmale Tische, einen einzelnen Akzent | Kleine Tische, Gruppen | Runde Tische, ein einzelnes Mittelstück |
Die Tabelle zeigt eine klare Aufteilung. Tulip und Accordeón sind das hohe, schlanke Paar, bei dem das Licht auf einem Stiel über einem kleinen Sockel schwebt. Lafleur und Clizia bilden das niedrige Paar, beide um 25 cm, doch in ihrer Masse könnten sie kaum unterschiedlicher sein: Lafleur wiegt 0,2 kg und hat eine Blüte von 15 cm, während Clizia 27 cm breit ist und als volles skulpturales Volumen wirkt.
Accordeón und Tulip: das hohe Paar von Marc Sadler
Accordeón Battery ist von plissiertem Stoff oder dem Balg eines Akkordeons inspiriert. Der satinweiße Schirm misst 13 cm im Durchmesser und ist 7,5 cm hoch. Er sitzt auf einem halbmatt eloxierten Aluminiumstiel über einem Sockel von nur 8,5 cm Durchmesser und 3 cm Höhe. Genau dieser kleine Sockel ist der praktische Vorteil: Die Leuchte braucht kaum mehr Platz als ein Weinglas, und mit 32,7 cm sitzt der Schirm über den Tellern, ohne den Blick über den Tisch zu verstellen. Das Licht fällt gleichmäßig und diffus durch die Falten. Es gibt sie in Prisma Black und Prisma White. Slamp nennt eine Leuchtdauer von bis zu 60 Stunden pro Ladung, dazu gibt es eine Ladestation für mehrere Leuchten gleichzeitig. Deshalb eignet sie sich so gut für Reihen entlang eines langen Tisches.

Tulip Battery ist mit 38 cm die höchste und die gegenständlichste der vier. Jede Blüte wird von Hand geformt, keine gleicht der anderen. Sie erhebt sich auf einem geschwungenen Stiel mit blattartigem Element über einem Sockel mit goldenem Craquelé-Detail, in Weiß oder Schwarz. Die Stellfläche beträgt 15 x 8,5 cm, ideal für einen schmalen Tisch oder das Ende eines Sideboards. Weil die Blüte hoch sitzt, wirkt sie als einzelner, aufrechter Akzent und nicht als Lichtinsel. Sie steht am besten dort, wo sie nicht direkt zwischen zwei Menschen im Gespräch steht. Die LED ist dimmbar und so konstruiert, dass sie sich leicht austauschen lässt.
Lafleur und Clizia: das niedrige Paar
Lafleur Battery Portable Lamp ist eine offene, gerüschte Blüte aus Lentiflex® auf einem dünnen Stiel aus Kupferdraht, 26 cm hoch und 15 cm breit. Der Schirm wird von Hand erwärmt und geformt, daher weist jedes Exemplar leichte Abweichungen auf. Mit 0,2 kg ist sie mit Abstand die leichteste der vier, und Slamp hat darauf reagiert: Der matte Sockel (Weiß oder Schwarz) ist magnetisch und wird mit einer Metallscheibe geliefert, die unter die Tischdecke gelegt werden kann und die Leuchte ohne sichtbare Befestigung hält. Als Leuchtmittel dient eine integrierte 1,3-W-LED mit 150 lm bei 2700 K. Sie leuchtet 6 Stunden bei voller Helligkeit und bis zu 60 Stunden gedimmt, bedient über eine Soft-Touch-Dimmtaste. Erhältlich ist sie in den Ausführungen Prisma und Velvet.

Clizia Battery ist mit 27 x 27 cm bei 25 cm Höhe mit deutlichem Abstand die breiteste. Adriano Rachele hat den Schirm aus vielen kleinen Modulen zusammengesetzt, angeordnet wie eine Wolke oder eine Baumkrone, und das Licht bricht sich in Reflexen und Schatten statt in einem gleichmäßigen Schein. Der Name geht auf Klytia zurück, die Nymphe aus der griechischen Mythologie, die sich in eine Blume verwandelte, die der Sonne folgt. Auf dem Tisch wirkt Clizia wie ein Tafelaufsatz: niedrig genug, um darüber hinwegzusehen, aber breit genug, um die Mitte zu beanspruchen. Die Battery-Version nutzt ein Magnetsystem und ist in mehreren Mama Non Mama Ausführungen (Gold auf dunklem oder hellem Sockel, Schwarz, Weiß) sowie in Fumé erhältlich.

Die richtige Wahl für Ihren Esstisch
Beginnen Sie mit der Sichtlinie. Sobald alle sitzen, halten die beiden niedrigen Leuchten ihr Licht unterhalb der Gesprächsebene, sodass die Gesichter über den Tisch hinweg sichtbar bleiben. Lafleur und Clizia liegen beide bei etwa 25 cm und sind damit die sicherste Wahl für einen Tisch, an dem sich die Gäste auf kurze Distanz gegenübersitzen. Accordeón hebt den Schirm mit 32,7 cm höher, hält den Stiel aber schlank, sodass der Blick leicht daran vorbeigleitet. Tulip mit 38 cm steht besser an einem Tischende oder auf einem Sideboard als genau in der Mitte.
Denken Sie dann an Stellfläche und Tischform. Ein langer rechteckiger Tisch verträgt Wiederholung: Drei oder vier Accordeón Leuchten entlang der Mittellinie brauchen dank ihrer 8,5-cm-Sockel wenig Platz und spenden an jedem Platz Licht. Zu einem runden Tisch für vier passt eine Clizia in der Mitte, wo ihre 27 cm Breite als großzügiges Mittelstück wirkt. Ein kleiner Bistrotisch oder ein Balkontisch verlangt nach Lafleur, die am wenigsten Platz und Gewicht beansprucht und dank der Magnetscheibe auch auf einer Tischdecke sicher steht.
Überlegen Sie zuletzt, welchen Charakter Sie sich wünschen. Accordeón ist die architektonischste und am leichtesten zu wiederholen. Tulip ist eine Geste, eine einzelne Blume, die allein am besten wirkt. Lafleur ist zart und kommt paarweise oder in kleinen Gruppen zur Geltung, besonders im Mix aus Prisma und Velvet. Clizia ist die dekorativste und braucht Raum um sich, damit ihre Schichten zur Wirkung kommen.
Alle vier sind wiederaufladbar und kabellos, die Entscheidung gilt also nicht für den ganzen Abend: Dieselbe Leuchte kann später vom Esstisch auf ein Regal am Bett oder auf die Fensterbank wandern. Einen breiteren Überblick, wie sich diese Modelle gegenüber kabellosen Entwürfen anderer Hersteller schlagen, bietet unser Ratgeber zu den besten tragbaren Designerleuchten. Oder entdecken Sie die gesamte Kollektion tragbarer Leuchten.
