Vier Leuchten im Programm von TECNOLUMEN gehen auf ein einziges Patent von 1927 zurück, und die Wahl zwischen ihnen ist vor allem eine Frage danach, wo das Licht ankommen soll. Die Tischleuchte EB 27, die Stehversion EB 27 StL, das Wandmodell EB 27 WL und die kleinere EB 28 teilen denselben Mechanismus, aber nicht denselben Platzbedarf. Dieser Beitrag stellt ihre Maße nebeneinander und sagt, welcher Raum zu welcher Version passt.
Ein Patent, vier Körper
Édouard-Wilfrid Buquet ließ die beweglichen Gelenke seiner Gelenkleuchte am 9. Februar 1927 patentieren, in einem Paris, das noch dabei war herauszufinden, wie elektrisches Arbeitslicht aussehen sollte. Seine Antwort war mechanisch statt dekorativ: ein Doppelarm, der an einem Ende einen glockenförmigen Reflektor und am anderen ein Gegengewicht trägt, gelagert in Gelenken, die das ganze Gestänge fast jede Position halten lassen, ohne Schrauben und ohne Klemmen. Während das Bauhaus in Deutschland die Beleuchtung neu dachte, kam Buquet von der Werkstattseite her zu einem auffallend ähnlichen Ergebnis, und seine Leuchte fand ihren Weg auf die Schreibtische führender Architekten und Gestalter der späten 1920er Jahre.
Die heutigen Ausführungen stammen von TECNOLUMEN aus Bremen, der deutschen Manufaktur, die Walter Schnepel 1979 gründete und deren erstes Projekt die Wiederaufnahme von Wilhelm Wagenfelds Bauhaus-Tischleuchte von 1923–24 war. Das Haus bewahrt Buquets Geometrie und die Konstruktion mit Doppelarm und erneuert nur die innere Mechanik und die elektrischen Bauteile. Jede Leuchte verlässt Bremen fortlaufend nummeriert und mit der Marke TECNOLUMEN versehen, so wird die Herkunft dieser Neuauflagen festgehalten, nicht als schmückendes Detail.

Wie sich der Arm mit Gegengewicht verhält
Vor jedem Maßvergleich lohnt ein Punkt: Hier ist nichts gefedert. Eine federbalancierte Arbeitsleuchte speichert Spannung und gibt sie zurück, deshalb sinken solche Arme ab, sobald die Feder nachlässt. Buquets System stellt stattdessen Gewicht gegen Gewicht. Bewegt man den Reflektor, wandert das Gegengewicht mit, die Gelenke tragen nur die kleine Restlast, und der Arm bleibt dort, wo die Hand ihn gelassen hat. Das Verstellen ist leise, gelingt einhändig und verlangt kein Festziehen.
Die Konstruktion ist in der ganzen Familie dieselbe: vernickeltes Messing, Aluminium und lackiertes Holz, mit einem glockenförmigen, vernickelten Metallschirm am beweglichen Arm. Der Schirm wirft einen konzentrierten Lichtkegel nach unten, statt einen Raum zu füllen, daher arbeitet jede dieser Leuchten zuerst als Arbeitslicht. Das sollte man im Kopf behalten, wenn man die übrige Beleuchtung um sie herum plant.
Die vier Buquet-Leuchten im Vergleich
| Modell | Typ | Wichtige Maße | Reichweite | Fuß | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| EB 27 | Tischleuchte | Höhe bis 1200 mm, gelenkig | Bis 1000 mm Ausladung | Ø 160 mm, Kabel 2,5 m | Arbeitsschreibtisch, Sekretär, Bildschirmarbeit |
| EB 28 | Tischleuchte | 755 x 850 x 755 mm | Innerhalb von 755 mm | Ø 160 mm | Kleinere Schreibtische, Konsolen, Nachttisch |
| EB 27 StL | Stehleuchte | 1000 x 1200 x 1000 mm | Bis 1000 mm ab der Säule | Ø 160 mm, Kabel 2,5 m | Lesen am Sessel oder Sofa, ohne Ablagefläche |
| EB 27 WL | Wandleuchte | Ausladung bis 1000 mm von der Wand | Bis 1000 mm | Wandhalter, kein Fuß | Bettseiten, schmale Tische, Räume ohne freie Fläche |
Alle vier tragen dieselbe Gestalterzuschreibung, denselben Ursprung von 1927 und dieselben handwerklich verarbeiteten Materialien. Was sie unterscheidet, sind Montage, Platzbedarf und die Strecke, die der Reflektor zurücklegt.
Reichweite, Höhe und die Fläche, die jede braucht
Die EB 27 Buquet Table Lamp ist das Original in voller Größe. Ausgeklappt steht sie bis zu 1200 mm hoch und reicht bis zu 1000 mm in die Tiefe, sie kann einen Schreibtisch also hinter dem Monitor hervor ausleuchten oder sich über eine Zeichnung neigen, ohne dass der Fuß wandert. Der Fuß misst Ø 160 mm, das Kabel 2,5 m. Geben Sie ihr einen Tisch mit echter Tiefe: Auf einer flachen Konsole verlangt der Arm mehr Raum, als die Fläche hergibt.
Die EB 28 Buquet Table Lamp ist die kompakte Lesart derselben Idee, 755 x 850 x 755 mm auf demselben Fuß mit Ø 160 mm, mit kleinerem Reflektor und einer Oberfläche aus mattem, versilbertem oder vernickeltem Messing. Sie braucht weniger Tiefe und weniger Höhe, was sie auf einem Nachttisch, einer Flurkonsole oder einem Schreibtisch mit Bildschirm leichter unterbringt. Bei Flächen unter einem Meter Tiefe ist das meist die Version, die sich benimmt.

Die EB 27 StL Buquet Floor Lamp hebt den Mechanismus auf einen schlanken Metallständer, der zugleich den Transformator aufnimmt. Mit 1000 x 1200 x 1000 mm, einem Fuß von Ø 160 mm und 2,5 m Kabel bietet sie dieselben 1000 mm Bewegungsweite, ohne eine Tischplatte zu belegen. Neben den Lesesessel gezogen, schwenkt der Reflektor über die Seite; hinter eine Armlehne geschoben, beansprucht die schmale Säule kaum Boden. Das ist die Version für Räume, in denen jeder Tisch schon vergeben ist.
Die EB 27 WL Buquet Wall Lamp spart von allen vieren am meisten Platz. Der Arm mit Gegengewicht sitzt auf einem Wandhalter und ragt bis zu 1000 mm in den Raum, er kann eine Nachttischleuchte vollständig ersetzen oder einen schmalen Schreibtisch versorgen, ohne auf der Arbeitsfläche zu landen. Montieren Sie sie in einer Höhe, in der der Reflektor bei eingeklapptem Arm über dem Kopf frei bleibt, und legen Sie die Position fest, bevor der Halter gesetzt wird, denn der Schwenkbereich ist großzügig und eine Wandbefestigung versetzt man ungern zweimal.

Welche in Ihren Raum gehört
Denken Sie von der Fläche her rückwärts. Bei einem tiefen Schreibtisch und dem Wunsch nach einer Leuchte für alles ist die Tischversion EB 27 die Referenz und dem am nächsten, was Buquet gezeichnet hat. Ist die Fläche flach oder geteilt, hält die EB 28 denselben Mechanismus in einem Volumen, das neben Laptop und Notizbuch Platz lässt. Bleibt gar keine Fläche übrig, entscheiden Sie zwischen Boden und Wand: Die StL lässt sich versetzen und braucht etwa einen Quadratmeter Boden neben dem Sessel, die WL braucht gar keinen, legt Sie aber auf einen festen Punkt an der Wand fest.
Bleibt die Oberfläche als letzte Entscheidung, und die ist ruhiger, als sie klingt. Versilbertes oder vernickeltes Messing wirkt unter warmem Licht warm und leicht industriell, und die matte Ausführung der EB 28 spiegelt weniger vom Raum zurück. Alle vier werden in Bremen handwerklich gefertigt, fortlaufend nummeriert und tragen die Marke des Hauses, die Wahl geht also um Geometrie, nicht um Qualität. Weil das Licht gerichtet ist, verträgt sich jede gut mit einer weicheren Grundbeleuchtung von oben, ein Punkt, den unser Leitfaden zu Designerleuchten für kleine Wohnungen weiter ausführt.
Die ganze TECNOLUMEN Kollektion zeigt das übrige Bremer Programm, darunter die Wagenfeld-Leuchten, mit denen das Haus 1979 begann.
