Holmegaard-Old-English-Vase-Clear-4343803-xZbhWF.png Holmegaard Old English Vase H24 cm in clear glass with a cut and moulded striped surface
on October 02, 2026

Holmegaard Old English: Vase und Schale aus Schliffglas

Die Old-English-Stücke von Holmegaard sehen aus, als stammten sie aus Großmutters Anrichte, und sind doch für den täglichen Gebrauch gemacht. Dieser Beitrag zeigt, was die Old English Vase und die Flower bowl ausmacht, wie ihr Oberflächenmuster mit Licht spielt und warum die dreisäulige Klukflaske ins selbe Regal gehört.

Ein Muster, das man mit den Fingerspitzen liest

Die Serie Old English lässt einen Holmegaard-Klassiker wieder aufleben, dessen Wurzeln in der Glasmacherkunst des 19. Jahrhunderts liegen. Es ist genau der Look, den man sich beim Wort Schliffglas vorstellt: eine Oberfläche, die in ein regelmäßiges Muster aus Facetten und Graten gegliedert ist, statt glatt zu bleiben. Holmegaard beschreibt den Korpus als optisch gestreift, und das ist eine hilfreiche Sichtweise. Die Streifen sind kein aufgemaltes Dekor. Sie sind in das Glas selbst geformt, das Muster ist also Teil der Wand und nicht etwas, das nachträglich aufgebracht wurde.

Das bestimmt, wie sich die Stücke verhalten. Eine glatte Vase zeigt ihren Inhalt und kaum etwas anderes. Eine geschliffene, gepresste Oberfläche bewirkt das Gegenteil: Sie fängt an jeder Kante Licht, wirft kleine helle Linien über den Tisch und lässt verschwimmen, was dahinter oder darin steht. Stiele im Wasser werden zu weichen senkrechten Schatten. Obst in einer Schale löst sich in Farbflächen auf, die vom Muster gebrochen werden. Das Glas übernimmt ganz von selbst einen guten Teil der Dekoration.

Es ist zudem eine Oberfläche, die zum Anfassen einlädt. Fährt man mit der Hand an der Seite entlang, spürt man den Rhythmus des Musters, bevor man ihn sieht. Das ist ein wesentlicher Grund, warum Schliffglas sich seit Generationen in dänischen Haushalten hält, während schlichtere Stücke kommen und gehen.

Holmegaard Old English Vase H24 cm aus klarem Glas mit geschliffener, gestreifter Oberfläche
Die Old English Vase H24 cm in Klarglas. Die gestreifte Oberfläche bricht das Licht und lässt die Stiele darin weicher wirken.

Die Old English Vase H24 cm

Die Old English Vase H24 cm clear ist das hohe Stück des Paares. Mit 24 cm liegt sie in der praktischsten Höhe für eine Vase im Wohnalltag: hoch genug für eine ordentliche Handvoll Gartenblumen oder ein paar Zweige, niedrig genug, um auf dem Esstisch zu stehen, ohne die Sicht auf das Gegenüber zu versperren. Sie passt außerdem gut auf eine Fensterbank oder ein Bücherregal, und genau dort kommt diese Art von Glas am besten zur Geltung.

Holmegaard selbst empfiehlt einen Platz, an dem Tageslicht durch das Glas fallen kann, und das ist ein guter Rat. Klares Schliffglas braucht Licht von hinten oder von der Seite. In einer dunklen Ecke wird das Muster flach, und die Vase wirkt wie ein einfacher klarer Zylinder. Auf einer Fensterbank mit Morgensonne oder auf einem Sideboard gegenüber einem Fenster leuchtet dagegen ein Grat nach dem anderen auf, während die Sonne wandert.

Bei Blumen verändert die gestreifte Wand die Art, wie man arrangiert. Da die Stiele teilweise verborgen sind, muss man sie nicht so sorgfältig entblättern und ausrichten wie in einer glatten Glasvase. Ein lockerer Strauß Tulpen, ein paar Zweige Eukalyptus oder ein einzelner Blütenzweig, alles funktioniert. Füllen Sie regelmäßig Wasser nach und wechseln Sie es oft: Klares Glas zeigt Trübungen schnell, und das Muster verstärkt sie noch.

Die Old English Flower bowl Ø25 cm und ein Raster für kurze Stiele

Die Old English Flower bowl Ø25 cm clear ist das breitere, niedrigere Stück und das vielseitigere der beiden. Mit 25 cm Durchmesser ist sie ein großzügiger Mittelpunkt für Ess- oder Couchtisch und behauptet sich allein ebenso wie in einer Gruppe mit anderem Glas.

Holmegaard schlägt vor, sie mit Obst oder kleinen Schätzen zu füllen oder sie leer als eigenständiges Objekt stehen zu lassen. Beides funktioniert. Eine breite Blumenschale hat aber noch einen weiteren Nutzen, den viele vergessen: ein niedriges Arrangement aus kurzen Stielen.

Der Trick ist ein Raster. Kleben Sie Streifen aus durchsichtigem Klebeband in einer Richtung über die Öffnung der Schale und dann noch einmal quer dazu, sodass über dem Wasser ein Gitter aus kleinen Quadraten entsteht. Jedes Quadrat hält ein oder zwei Stiele aufrecht. Schneiden Sie alles kurz, damit die Blüten knapp über dem Rand sitzen: Ranunkeln, kleine Rosen, Christrosen, Kräuterzweige, sogar einzelne Blätter. Das Ergebnis ist ein dichtes, niedriges Farbkissen, über das man sich beim Abendessen hinweg unterhalten kann. Weil die gemusterte Wand der Schale den Blick auf das Klebeband und die Stiele unter der Wasserlinie abmildert, bleibt die Konstruktion von der Seite fast unsichtbar.

Ein paar praktische Hinweise helfen. Füllen Sie die Schale, bevor Sie das Band anbringen, denn eine volle Wasserschale zu bewegen ist mühsam. Beginnen Sie in der Mitte und arbeiten Sie sich nach außen vor, damit das Arrangement gleichmäßig wächst. Und halten Sie die Blumen niedrig und auf einer Höhe; eine breite Schale wirkt am besten, wenn das Arrangement wie eine einzige Fläche erscheint und nicht wie verstreute hohe Stiele.

Holmegaard Old English Flower bowl Ø25 cm aus klarem Schliffglas, von der Seite gesehen
Die Old English Flower bowl Ø25 cm. Breit und niedrig eignet sie sich für Obst, kleine Objekte oder ein Raster aus kurzen Stielen.

Die Klukflaske und der Klang hinter ihrem Namen

Neben den Old-English-Stücken ist die Klukflaske 3-pillar H26 cm clear eine naheliegende Begleiterin. Sie teilt die Idee einer Glasform, die gestaltet statt schlicht ist, und gehört seit vielen Jahren zur Identität von Holmegaard. In Dänemark gilt sie vielen als Ikone.

Die Flasche ist mundgeblasen aus transparentem Glas. Ihr Körper ist in drei Säulen geformt, die vom Boden zum Hals aufsteigen. Viele Flaschen dieser Art haben vier Säulen, nur sehr wenige drei, und genau dieses Detail verleiht der Holmegaard-Version ihre besondere Silhouette.

Der Name kommt vom Klang. Neigt man die Flasche zum Einschenken, fließt die Flüssigkeit durch den Hals hinaus, während Luft zurückströmt und auf die Kammern trifft, die die Säulen bilden. So entsteht ein unverwechselbares Gluckern, und auf Dänisch heißt dieser Laut „kluk“. Die Klukflaske ist also wörtlich die Gluckerflasche. Ein kleines Stück Theater am Tisch, das Gästen meist schon beim ersten Einschenken auffällt.

Die Maße sollte man kennen, bevor man einen Platz für sie wählt. Die Flasche ist 26 cm hoch, hat einen Durchmesser von 10,5 cm und wiegt 1 kg. Sie liegt also spürbar schwer in der Hand und steht sicher auf einem Barwagen oder Sideboard. Mit Whisky oder Cognac gefüllt zeigt das klare Glas die Farbe der Spirituose, und die Säulen teilen sie in bernsteinfarbene Bänder. Auch leer sieht sie gut aus, oder man nutzt sie für Wasser oder Öl.

Holmegaard Klukflaske mit drei Säulen, H26 cm, aus klarem mundgeblasenem Glas
Die Klukflaske 3-pillar H26 cm: drei Säulen aus mundgeblasenem Glas und der Ursprung ihres gluckernden Klangs beim Einschenken.

Leben mit gemustertem Glas: Platzierung und Pflege

Gemustertes Klarglas lohnt ein wenig Überlegung, wohin es kommt. Einige Grundsätze, die für alle drei Stücke gelten:

  • Licht zuerst. Stellen Sie die Stücke dort auf, wo Tageslicht oder eine Lampe sie von der Seite oder von hinten erreicht. Das Muster wird erst lebendig, wenn Licht hindurchfällt.
  • Nach Höhe gruppieren. Die 24 cm hohe Vase, die 26 cm hohe Klukflaske und die flache 25-cm-Schale bilden auf einem Sideboard ein natürliches Trio: zwei Vertikale ähnlicher Höhe und davor eine breite, niedrige Form.
  • Ruhiger Hintergrund. Eine schlichte Wand oder ein helles Regal lässt die Facetten klar hervortreten. Unruhige Tapeten hinter Schliffglas heben den Effekt meist auf.
  • Mit glattem Glas kombinieren. Ein gemustertes Stück neben glattem, schlichtem Glas lässt beide besser aussehen als ein Regal voller Schliffglas.

Die Pflege ist einfach, sollte aber sorgfältig erfolgen. Die Klukflaske ist nicht spülmaschinenfest, und Handwäsche ist für alle diese Stücke die richtige Gewohnheit. Verwenden Sie lauwarmes Wasser und ein mildes Spülmittel sowie eine weiche Flaschenbürste für Hals und Säulen der Klukflaske. Eine weiche Bürste hilft auch in den Rillen des Old-English-Musters, wo sich gern Kalk und Staub absetzen. Trocknen Sie sofort mit einem fusselfreien Tuch nach, um Wasserflecken zu vermeiden, und lassen Sie die Flasche kopfüber abtropfen, damit keine Feuchtigkeit in den Säulen zurückbleibt.

Mehr dazu, welchen Platz die Klukflaske unter den langlebigen Formen von Holmegaard einnimmt, lesen Sie in Regina und Klukflaske: Holmegaard-Formen, die geblieben sind. Und wenn Sie rund um diese Stücke ein Regal mit Glas zusammenstellen, finden Sie in der gesamten Glas-Kollektion Stielgläser, Becher und Alltagsgläser, die gut dazu passen.