Eine Konsole oder ein Sideboard ist meist schmal, oft nur rund 35 cm tief, und genau diese eine Zahl entscheidet, welche Tischleuchte bequem darauf Platz findet und welche über die Kante ragt. Dieser Ratgeber misst vier Slamp-Entwürfe an dieser Tiefe und zeigt, wie man Leuchten unterschiedlicher Höhe so gruppiert, dass die Fläche komponiert statt überladen wirkt.
Erst die Tiefe, dann die Höhe
Die meisten wählen eine Sideboard-Leuchte nach Augenmaß und achten auf Höhe und Silhouette. Auf einer schmalen Konsole zählt die Standfläche mehr. Eine Leuchte braucht hinten etwas Abstand, damit sie nicht an die Wand drückt, und vorne etwas Luft, damit eine vorbeistreifende Hüfte oder Tasche sie nicht erwischt. Auf einer 35 cm tiefen Platte beansprucht alles, dessen Fuß oder Schirm breiter als etwa 30 cm ist, bereits die ganze Tiefe.
Slamp, 1994 von Roberto Ziliani in Rom gegründet, eignet sich gut für diese Planung, weil sich die Tischleuchten der Marke in der Form stark unterscheiden. Manche sind schlank und flach, manche kompakt und facettiert, andere tragen einen breiten, skulpturalen Diffusor. Die vier folgenden Modelle decken diese Bandbreite ab, und mit ihren veröffentlichten Maßen ist die Rechnung einfach.
| Modell | Standfläche | Höhe | Nettogewicht | Design | Auf einer 35-cm-Konsole |
|---|---|---|---|---|---|
| Idea Table | 15 x 5 cm | 45,5 cm | 1 kg | Marcantonio | Braucht nur 5 cm Tiefe; dicht an die Wand stellen |
| Diamond Table Small | 17 x 17 cm | 45 cm | 0,5 kg | Paolucci Statera | Lässt etwa 18 cm frei; passt überall |
| Fiorellina Table | Ø 33 cm | 34 cm | 1 kg | Nigel Coates | Passt mit etwa 1 cm Spielraum auf jeder Seite |
| Accordeón Table | 37 x 37 cm (Fuß Ø 16 cm) | 48 cm | 2,6 kg | Marc Sadler | Der Fuß passt; der Diffusor ist 2 cm breiter als die Platte |
Die schlanken Varianten: Idea und Diamond
Die Idea Table von Marcantonio hat die konsolenfreundlichste Form der Gruppe. Mit 15 x 5 x H. 45,5 cm belegt sie einen Streifen, der kaum tiefer ist als ein gebundenes Buch. Der Entwurf zeigt eine skulpturale Glühbirne auf einem Schraubsockel in Messingoptik, montiert vor einer flachen Rückwand in gebürstetem Messing, Spiegel oder Weiß matt, mit integrierter LED dahinter. Da die Rückseite flach und geschlossen ist, soll die Leuchte dicht an der Wand stehen, also genau dort, wo eine Konsolenleuchte ihren Platz hat. Im Flur lohnt sich die verspiegelte Rückwand: Sie verdoppelt die Birne, spiegelt einen Ausschnitt des Raums und bringt so mehr Licht und etwas gefühlte Tiefe in einen engen Bereich.

Die Diamond Table Small, entworfen von Paolucci Statera, ist im Grundriss quadratisch mit 17 x 17 cm und 45 cm hoch. Ihr facettierter Körper aus Opalflex® nimmt Bezug auf Constantin Brancusi, dessen reduzierte, polierte Formen die moderne Bildhauerei verändert haben, und bricht das Licht aus jedem Blickwinkel anders. Mit 0,5 kg netto ist sie die leichteste Leuchte hier und lässt sich daher am einfachsten versetzen, wenn man die Fläche neu arrangiert. Auf einer 35-cm-Konsole bleiben rund 18 cm frei, genug für eine Schale mit Schlüsseln oder einen kleinen Bücherstapel davor.

Die volleren Formen: Fiorellina und Accordeón
Die Fiorellina Table stammt von Nigel Coates, dem britischen Architekten und Designer, der ab den 1980er-Jahren für erzählerische, theatralische Interieurs bekannt wurde. Sie ist rund, Ø 33 x H. 34 cm, mit reflektierenden Opalflex®-Blütenblättern, die wie eine Blüte um die Lichtquelle angeordnet sind. Auf einer 35-cm-Platte passt sie, aber nur knapp: Mittig platziert bleibt vorne und hinten etwa ein Zentimeter. Auf einem Sideboard im Esszimmer, an dem niemand vorbeistreift, ist das in Ordnung, auf einer Flurkonsole neben der Haustür weniger ideal. Ihr niedriges, breites Profil wirkt eher wie ein Bouquet als wie eine Säule, deshalb macht sie sich gut am Ende eines langen Sideboards, wo sonst eine Vase stehen würde.

Die Accordeón Table von Marc Sadler, mehrfachem Träger des Compasso d'Oro, ist das Statement-Stück. Sie misst 37 x 37 x H. 48 cm, mit einem Fuß von Ø 16 cm und einem plissierten Diffusor von 25 cm Höhe und Ø 37 cm. Der Fuß steht bequem auf einer 35-cm-Konsole, der Diffusor ist jedoch 2 cm breiter als die Platte selbst. Mittig platziert ragt er vorne etwa einen Zentimeter über und berührt hinten die Wand oder fast. In der Praxis ist das auf einem tieferen Sideboard kein Thema, und auf einer 35-cm-Konsole funktioniert es, wenn man einen leichten Überstand akzeptiert oder die Leuchte etwas nach vorne rückt und den Schirm über der Vorderkante schweben lässt. Da der Überstand auf Schirmhöhe liegt, rund 23 cm über der Platte, stört er Gegenstände neben dem Fuß nicht.
Zwei praktische Details machen die Accordeón zur guten Wahl für eine Konsole. Jede Leuchte wird von Hand aus Lentiflex® erhitzt und geformt und trägt die Kennzeichnung "Handmade in Italy", und zwei Schalter steuern Diffusor und Fußlicht unabhängig voneinander. Nur das Leuchten im Fuß ergibt ein gedämpftes Abendlicht für den Flur; mit eingeschaltetem Diffusor wird die ganze Wand beleuchtet. Mit 2,6 kg netto ist sie außerdem die standfesteste Leuchte hier.

Leuchten unterschiedlicher Höhe gruppieren
Ein langes Sideboard wirkt mit zwei oder drei Lichtern oft besser als mit einem, und die Formen von Slamp lassen sich gut kombinieren, weil sie einen transluzenten, handwerklichen Charakter teilen. Die Regel, die eine Gruppe gewollt aussehen lässt, ist ein deutlicher Höhenunterschied. Leuchten, die sich nur um ein oder zwei Zentimeter unterscheiden, wirken wie knapp daneben; ein Sprung von 10 cm oder mehr liest sich als bewusste Komposition.
Bei diesen vier liegen die Höhen in zwei Gruppen. Die Diamond Table Small (45 cm), die Idea Table (45,5 cm) und die Accordeón Table (48 cm) liegen nah beieinander. Die Fiorellina Table ist mit 34 cm deutlich 11 bis 14 cm niedriger. Einige Kombinationen, die funktionieren:
- Accordeón mit Fiorellina. Der hohe plissierte Diffusor an einem Ende, die niedrige florale Form am anderen. Asymmetrisch statt symmetrisch platzieren und die Mitte des Sideboards für eine Schale oder ein Kunstwerk freihalten. Am besten auf einer Platte, die tiefer als 35 cm ist.
- Diamond mit Fiorellina. Die schmale facettierte Säule neben der breiten, niedrigen Blüte. Beide sind aus Opalflex®, das Licht hat also eine ähnliche Qualität. Dieses Paar passt auf eine 35-cm-Konsole, da die Diamond an anderer Stelle der Platte Raum für die Breite der Fiorellina lässt.
- Idea allein oder mit einer Diamond. Auf einer sehr schmalen Konsole oder einem Flurregal ergeben die flache Idea am Wandende und die Diamond etwas weiter vorne eine gestaffelte Lichtlinie, ohne nennenswert Tiefe zu verbrauchen.
Stellen Sie Idea und Diamond nicht Seite an Seite im gleichen Abstand zur Wand auf: Mit 45,5 cm und 45 cm wirken sie wie ein zufälliges Paar. Staffelt man sie von vorne nach hinten oder hebt eine auf einen kleinen Bücherstapel, entsteht die Stufe wieder.
Die richtige Wahl für Ihre Konsole
Ist Ihre Konsole 35 cm tief oder weniger und steht in einem Durchgang, sind Idea Table und Diamond Table Small die sichere Wahl: Beide lassen großzügig Fläche frei, und keine ragt über die Kante. Ist die Fläche ein Sideboard im Ess- oder Wohnzimmer, setzt die Fiorellina Table einen niedrigen, dekorativen Akzent, und die Accordeón Table wird zum Anker des Arrangements, idealerweise auf einer Fläche von 40 cm oder mehr, wo ihr Diffusor Raum hat. Für eine Gruppe kombinieren Sie ein Modell aus dem Bereich von 45 bis 48 cm mit der 34 cm hohen Fiorellina, um einen klaren Höhensprung zu erzielen.
Wenn Sie auch über eine kabellose Leuchte nachdenken, die zwischen Konsole und Esstisch wandern kann, stellt unser Vergleich der Slamp Akkuleuchten die tragbaren Versionen vor. Um diese Entwürfe mit weiteren Leuchten für Sideboard und Nachttisch zu vergleichen, entdecken Sie die gesamte Kollektion der Tischleuchten.
